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Deutscher Hotel-und Gaststättenkreisverband Lahn-Dill e. V. in Hessen
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Deutscher Hotel-und Gaststättenkreisverband Lahn-Dill e.V. in Hessen

Wer wir sind. . .

Der Hotel- und Gaststättenverband

Hessen e.v. ist der Dachverband der Hoteliers und Gastronomen in Hessen. Hinter dem HOGA-Verband Hessen steht mit dem Hessischen Gastgewerbe eine wachsende Dienstleistungsbranche und ein starkes Stück Wirtschaft mit überwiegend mittelständischer Prägung.

Der HOGA-Verband Hessen e.V. gliedert sich in zahlreiche Bezirks­und Kreisverbände und ist Mitglied des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) Berlin sowie in der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VHU), Frankfurt.

So vielfältig wie das Gastgewerbe selbst - vom klassischen Restaurant über die Gemeinschaftsverpflegung bis zur System- und Sternegastronomie, von der Frühstückspension über das Ferien- und das Tagungs­ bis zum Luxushotel- so vielfältig sind auch die Aufgabenfelder des

Hotel-und Gaststättenverband Lahn-Dill e.V.

Wir setzen uns für eine Entwicklung des Gastgewerbes ein, die vom unternehmerischen Erfolg getragen ist und auf der Grundlage der sozialen Marktwirtschaft steht. Als moderner Dienstleistungsverband arbeiten wir dabei von der Orts-, über die Kreis-, und Bezirksebene bis hin zur Bundesebene Hand in Hand.

unser Vorstand DEHOGA Lahn-Dill e.V.

Foto: ©Klaus Kordesch

frühere Vorstände  

Zur Feier des 100jährigen Jubiläums

unserer "Hotel und Gaststättenvereinigung Wetzlar Stadt und Land"

GELEITWORT : Auszug der Rede von Hans Amend (1992)

Dieser Festtag erfüllt mich persönlich mit dreifacher Freude: Da steht an erster Stelle stiller Dank an die verehrten Gründer - an jene umsichtigen und tatkräftigen, längst verstorbenen Berufskollegen, die sich im Jahre 1892 zu einer ersten kleinen Gemeinschaft zusammengeschlossen haben, um ihre Sorgen, Nöte und Erfahrungen auszutauschen und einander mit Rat und Tat beizustehen.

Zum zweiten möchte ich mit dem Gefühl der Bewunderung und Ehrfurcht auf die Vollendung dieser Zeitspanne von hundert Jahren hinweisen. Welche Freude ist es doch, feststellen zu dürfen, daß dieses begonnene Werk nicht nur so lange Zeit Bestand gehabt hat, sondern daß es wie aus einem winzigen Pflänzchen zu einer starken und gesunden Jahrhundert-Eiche emporwachsen konnte, weil sich stets neue Mitglieder, Vorstände und Mitarbeiter dazugesellten und diese Gemeinschaft nun schon ein ganzes Jahrhundert getragen und gepflegt haben.

Schließlich gestehe ich zum dritten, daß ich meine persönliche Kraft und Verantwortung im Vorstand mit ebenso großer Freude eingesetzt habe, um beiden zu dienen: den lieben Menschen vor und hinter der Theke!

So mag nun unser Fest auch ein rechter Anlaß sein, über Ehre und Würde unseres Berufsstandes nachzudenken. Und wie könnten wir dies besser beginnen, als daran zu erinnern, daß schon vor zweitausend Jahren in wunderbarer Weise ein anderer dies getan hat in seinem bekannten Gleichnis vom barmherzigen Samariter, wo aus heiligem Munde der Wirt in lobenswerter Anerkennung und Würdigung genannt wird.

Auch waren schon von altersher Künstler, Dichter und Sänger, Baumeister, Kunstschmiede und Maler unserer Zunft in edler Gunst verbunden. Angefangen vom römischen Geschichtsschreiber Tacitus, der besonders den Met der alten Germanen lobte. Nennen wir hier auch unseren großen Dichter Goethe, der viel Gutes über die Wirte in seine Reisetagebücher schrieb; der in seinem "Faust" den Trubel und Jubel im Leipziger "Auerbachs Keller" weltbekannt machte, und in "Werthers Leiden" sogar unseren heimischen Gastwirten in Garbenheim und am Wetzlarer Domplatz ein literarisches Denkmal setzte: "Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!"

Beglückt lauschen wir auch, wenn unser fröhliches Volk in unzähligen Liedern ein Lob auf Wirtin und Wirt anstimmt: vom "Schönsten Platz an der Theke", vom "Wirtshaus an der Lahn", vom "Hofbräuhaus in München", vom "Weißen Rössel am Wolfgangsee" bis Peter Alexanders "Kleiner Kneipe am Ende der Straße", oder wie klingt überall in froher Runde das Mailied: "Herr Wirt eine Kanne, 'ne Kanne blanken Wein!" Wie oft wohnt die Fröhlichkeit in unseren gastlichen Häusern

 

Aber auch Schattenseiten unserer Wohlstandsgesellschaft verdunkeln schon in bedrohlicher Weise den Himmel über der eben doch so gepriesenen Gastronomie. Der moderne Trend zu kürzerer Arbeitszeit, zum arbeitsfreien langen Wochenende und die Abneigung gegen Nachtarbeit haben schon manchen Lokalen oft unlösbaren Personalmangel gebracht. Die Lohn-Preisspirale kommt nicht zur Ruhe. Ausländer dringen dienstbeflissen in diese Marktlücke; hoffentlich zum Wohle unserer Branche. Supermärkte und Getränke-Centers mit Selbstbedienungspreisen, ebenso all die steuerfreien Vereinsheime haben schon viele Gastwirte zum Aufgeben genötigt.

Geboren ist unsere Vereinigung dagegen in der "guten, alten Zeit". Damals saßen noch Gäste und Fremdlinge mit den Wirtsleuten am Familientisch bei Kerzenschein oder spärlicher Öllaterne. Die Branntwein-Korbflasche und das Apfelweinfaß im Keller mit Selbstgebrautem waren der Getränkevorrat. Für den Sonntag fuhr der Brauereiwagen mit herausgeputztem Pferdewagen zu den Wirtschaften in der Stadt und auf den Dörfern, um sein begehrtes Faßbier abzuladen, sofern das alte Fäßchen bald zur Neige ging.

Der Sprung in unsere Gegenwart zeigt eine unvorstellbare Entwicklung auf. In Stadt und Land, von der Waterkant bis zur Zugspitze leuchten farbenfrohe, schmucke Gasthöfe, Restaurants und Hotels für die Millionen mobilen Passanten, Reisenden und Urlauber. Dazu treten die jedermann bekannten Bilder von den Sonnenstränden rund um den Globus, wo sich kilometerweit die riesigen Touristenhotels mit oft tausend Betten aneinanderreihen, eins größer und schöner als das andere, Produkte der modernen Tourismus-Industrie. Und überall drinnen wie auch im entlegensten Berggasthof oder wie im unüberschaubaren Flughafenrestaurant sind unsere Kolleginnen und Kollegen, Chefs und Teams fleißig, höflich und gewissenhaft tätig, ihre Gäste zu bedienen.

In diesem weltumspannenden Räderwerk "Gastronomie" dreht sich als winziges Rädchen unser Kreisverband mit und erfüllt unentwegt seine Arbeit im Interesse seiner Mitglieder und der Allgemeinheit: plant und erneuert Satzungen und Gesetze im Kontakt mit den Behörden, um Ordnung und Recht zu garantieren, ohne die ein erfolgreiches Geschäftsleben nicht existieren kann; sorgt auch für gute fachliche Ausbildung des Nachwuchses.

An der Schwelle zum zweiten Jahrhundert reicht unsere Phantasie nicht aus, welchen Fortschritt und Wandel unsere liebgewordene "Hotel- und Gaststättenvereinigung Wetzlar Stadt und Land" noch erleben darf. Wir wollen aber weiterhin in Treue zusammenhalten und bei unseren Veranstaltungen und Fahrten Bekanntschaft und Kameradschaft pflegen wie bisher.

Ihr Hans Amend

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